Die Sehenswürdigkeiten in Pisa

Die meisten Sehenswürdigkeiten wie der Schiefe Turm, der Dom, das Baptisterium und der monumentale Friedhof befinden sich rund um die Piazza dei Miracoli, wie der Domplatz im Volksmund genannt wird. Der Platz liegt etwas außerhalb des historischen Zentrums von Pisa. Er gehört mit seinen bedeutenden Bauwerken zum UNESCO Welterbe.

Auch innerhalb der Altstadt finden Sie schöne Plätze. Verpassen Sie nicht den Piazza dei Cavallieri, das Wohnzimmer der Stadt mit den schönsten Bauwerken der Renaissance. Im Mittelalter war Pisa eine bedeutende Seemacht, die ihren Reichturm vermehren konnte. Überbleibsel aus dieser Zeit sind die prächtigen Paläste.

Der Schiefe Turm von Pisa

Mit dem Bau des Torre pendante die Pisa, des Schiefen Turms, wurde im Jahr 1173 begonnen. Er war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom gedacht. Nach einer Bauzeit von 12 Jahren begann sich der Turm in Richtung Südosten zu neigen. Die Erbauer waren gerade bei der dritten Etage angelangt. Die Bauarbeiten wurden daraufhin für 100 Jahre ausgesetzt.

Um die Schieflage auszugleichen, baute man die weiteren vier Stockwerke mit einer geringeren Neigung. Im Jahr 1372 wurde die Glockenstube, der Raum für die sieben Glocken des Turmes, fertiggestellt. Der Grund für die fehlende geradlinige Stabilität liegt an dem lehmigen Untergrund des Turmes. Der Boden soll der Rand einer ehemaligen Insel im antiken Hafenbecken sein, das bereits in der Antike versandet ist. 

Der Schiefe Turm von Pisa ist 55 m hoch. Er besteht aus weißen Carraramarmor. Er wurde zusammen mit dem Dom, der Piazza del Duomo, dem Baptisterium und dem Friedhof zum UNESCO Welterbe erklärt. Bei einem Besuch finden Sie häufig lange Warteschlangen vor. Umgehen Sie diese, indem Sie Ihr Ticket für den Schiefn Turm im Voraus buchen. Bis nach oben sind es 297 Treppenstufen. Sie werden dafür mit einem schönen Ausblick belohnt.

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Der Dom

Der Dom Santa Maria Assunta ist zugleich die Kathedrale des Erzbistums Pisa. Er wurde wie auch der Schiefe Turm aus Carrara-Mamor gebaut. Beide Gebäude gehören fest zusammen. Die Fassade aus dem 12. Jahrhundert im Stil der Pisaner Romanik wurde das Vorbild für andere Bauten in der Toskana. Sein Erbauer, Andrea Pisano, war einer der berühmtesten Marmorkünstler seiner Zeit. Die Kanzel im Dom besteht aus acht Säulen, die zum Teil Christus darstellen. Weitere Höhepunkte im Innern der Kirche sind die Deckenmalereien in der Kuppel und das Christusmosaik in der Apsis.

Das Baptisterium

Das Baptisterium ist die Taufkirche des Doms. Das Gebäude wurde im romanischen Stil im 12. Jahrhundert errichtet. Mit einem Umfang von mehr als 100 Metern und einer Höhe von 54 Metern ist die Taufkirche die Größte ihrer Art. In ihr sind verschiedene Baustile enthalten, die erste Etage wurde im romanischen, die zweite Etage im gotischen Stil errichtet. Die Figuren der Propheten sowie der Apostel schuf der Bildhauer Giovanni Pisano.

Der Grundriss des Gebäudes ist ein Kreis. Vorbild war die Anastasis Rotunde der Grabeskirche in Jerusalem. Die Anzahl der Architekturelemente wie z.B. der Säulen wird mit einer biblischen Zahlensymbolik in Verbindung gebracht. So sollen die Zahlen 4, 8 und 12 eine besondere Rolle spielen.

Der Friedhof

Der Camposanto Monumentale, der große Friedhof, wurde zwischen dem Jahren 1278 und 1358 errichtet. Es heißt, dass die Kreuzfahrer Erde aus dem heiligen Land für den Friedhof mit nach Pisa brachten. Seine Form ist rechteckig, ein langer Kreuzgang umschließt eine Rasenfläche im Inneren. Im Camposanto befinden sich die Gräber der Familie Medici, wichtiger Unidozenten sowie anderer Persönlichkeiten der Stadt.

Das Dombaumuseum

Das Museo del Opera dell Duomo oder auch Dombaumuseum beheimatet gotische Skulpturen und wertvolle Teile aus dem Dom sowie dem Baptisterium. So finden Sie hier mittelalterlicher Handschriften, Reliquienschreine, Ornamente von Fassaden. Es liegt an der Piazza Arcivescovado und ist in einem historischen Dominikanerkloster untergebracht.

Das Sinopienmuseum

Auf der Südseite der Piazza del Duomo befindet sich das Sinopienmuseum (Museo dell Sinopie), das in einem ehemaligen Hospiz des Klosters Santa Chiara untergebracht ist. Früher wurden hier Arme, Kranke, Pilger und verlassene Kinder versogt. Heute werden im Museum Vorzeichnungen für Fresken, Sinopien, ausgestellt, die die Wände des monumentalen Friedhofes bedeckt hatten.

Die Piazza dei Cavalieri

Die in der Altstadt von Pisa gelegene Piazza dei Cavalieri, Platz der Ritter, ist einer der wichtigsten Plätze der Stadt. Sie wird gesäumt von prunkvollen Palästen wie z.B. dem Palazzo dei Cavalieri, der im Jahr 1560 im Auftrag der Familie Medici errichtet wurde. Im Palazzo della Carovana ist heute eine Eliteuniversität untergebracht. Der Uhrenpalast, Palazzo dell'Orologio, entstand aus zwei ehemaligen Türmen wie der Torre delle Sette Vie, einem Stadtgefängnis, und der Torre della Fame, dem früheren Hungerturm.

Die Kirche des heiligen Stefan, Santo Stefano dei Cavalieri, ist mit ihrer weißen Marmorfassade ist neben dem Schiefen Turm eines der am meisten fotografierten Gebäude der Stadt. Sie sollten unbedingt auch einen Blick in das Innere der Kirche werfen. Das mit Gold verzierte Deckengemälde zeigt historische militiärische Szenen des Ordens. An der Wand finden Sie Banner, die einst von sarazenischen Piraten erbeutet wurden. Der Altar ist mir Skulpturen reich verziert.

Das Nationalmuseum

Am Ufer des Arno gelegen, birgt das Nationalmuseum, Museo Nazionale di San Matteo, einen Flügelalter von Simone Martini aus dem Jahr 1321 sowie über 200 Tafelbilder der Pisaner Schule. Das Museum ist in einem ehemaligen Benediktinerkloster untergebracht.

Der Botanische Garten

Ein herrlicher Platz zum Ausruhen ist der Botanische Garten in der Nähe der Piazza dei Miracoli. Er wurde im Jahr 1544 von dem Arzt und Botaniker Luca Ghini als Universitätsgarten angelegt. Der botanische Garten wechselte mehrmals seinen Standort, bis er seinen heutigen Platz in der Via Luca Ghini fand. Er ist heute der biologischen Abteilung der Universität unterstellt.